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Was ist der Unterschied zwischen akuten und chronischen Schmerzen? Drucken E-Mail

SDer akute Schmerz zeigt zumeist eine Verletzung oder Erkrankung mit kurzem Verlauf an. Wird die Schmerzquelle ausgeschaltet bzw. die ursächliche Erkrankung behoben, so klingt der Schmerz ab. Bis zur Gesundung lassen sich diese Schmerzen gut mit schmerzstillenden Präparaten (Analgetika) lindern.

Als chronischen Schmerz bezeichnet man Beschwerden, die länger als ein halbes Jahr bestehen. Er ist eigentlich kein Symptom für ein Problem, er ist das Problem selbst. Daher übt er auch keine Warnfunktion aus. Vielmehr hat er den Status einer eigenständigen Krankheit, die auf einer Veränderung bzw. Störung der Schmerzverarbeitung beruht. Vergleichsweise geringe Reize lösen stärkste Empfindungen aus. Das Gehirn lernt, Schmerzen schneller zu empfinden, und passt sich den Erfordernissen an. Selbst wenn der eigentliche Auslöser beseitigt ist, bleiben die Schmerzen mitunter bestehen. Das Paradebeispiel ist der berühmte Phantomschmerz bei amputierten Gliedmaßen, an dem die Betroffenen oft noch jahrelang nach der Operation leiden.

Häufig sind die Ursachen für Schmerzen unklar. Dazu zählen Neuralgien, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Phantomschmerzen, seelisch bedingte Schmerzen. Die Behandlung dieser Krankheitsbilder ist schwierig und langwierig. Am meisten Erfolg versprechen ganzheitliche Herangehensweisen, welche die körperliche und seelische Seite gleichermaßen berücksichtigen und medikamentöse, physiotherapeutischen sowie psychologische Maßnahmen sinnvoll mit eigenen Übungen zum Schmerzmanagement kombiniert.

 

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